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© Muschelgrotte, Foto: PMSG/Anne Robertshaw
Musikfestspiele | Händel mit Gummistiefeln

Letzten Sonntag nahmen mein knapp dreijähriger Sohn und ich an der Veranstaltung „Händel mit Gummistiefeln“ der Musikfestspiele Potsdam Sanssouci teil. Als Grundlage nutzen die Künstler Händels Wassermusik, die vor knapp 300 Jahren u.a. nach einer Bootsfahrt des englischen Königs weltberühmt wurde.

Bei strahlendem Sonnenschein und somit ganz ohne Gummistiefel spazierten mein Sohn und ich durch den Neuen Garten zur geheimnisvollen Muschelgrotte in der Nähe des Schlosses Cecilienhof. Wer die 20 Minuten Fußweg zur Grotte umgehen möchte, kann sich auch aufs Fahrrad oder Laufrad schwingen oder den Eingang zum Neuen Garten direkt am Schloss Cecilienhof nutzen. Am Eingang angekommen, liefen wir durch einen kleinen Gang in die Muschelgrotte hinein und nahmen Platz. Wir saßen auf dunkelblauen „Pappstühlen“. Umweltfreundlich und dunkelblau, „alles im Einklang mit dem Element Wasser“, dachte ich bei mir. Das diesjährige Thema der Musikfestspiele befasst sich bekanntlich mit den vier Elementen: Erde, Feuer, Wasser, Luft. Zudem wurde mit dieser Farbe der Bestuhlung auch eine klare Bekenntnis zu Potsdam gezeigt: das royale Blau. Das fand ich toll! Zudem freute ich mich auch über den Veranstaltungsort: die Muschelgrotte, eine Art unter gegangener Muschelpalast, der nun wieder im Auferstehen ist.

Die Kinder konnten auf dem Boden und damit direkt am Geschehen sitzen oder sie nahmen auf dem Schoß ihrer Eltern Platz. Das Trio, bestehend aus Karel Schoofs, Ludo Mariën und Alexandra Aerts, benötigte für seine Vorführung von Händels Wassermusik nicht viel – nur eine Oboe, ein Akkordeon, etwas Papier, Gummistiefel und zwei kleine Wassereimer. Dass die Oboe nicht nur Töne von sich gibt, sondern auch prima als Fernrohr umfunktioniert werden kann, zeigt die fantasievolle Umsetzung der Kinderveranstaltung. Aus Papier wurde kurzerhand ein Boot gebastelt, das in einem der Eimer in See stach und die leuchtroten Gummistiefel wurden zum Sinnbild der Reise. Manchmal braucht es eben nicht viel, um schöne Bilder entstehen zu lassen.

Die Kinder hatten ihren Spaß. Sie wurden in das Programm mit einbezogen und erkannten sich an der einen oder anderen Stelle wider. So lachten sie, als Karel und Ludo versuchten, Alexandra das Boot wegzunehmen, so waren sie traurig als das Boot wiederum von den zwei Herren im Wasser ertränkt wurde.

Das Programm fand nach ca. 40 Minuten sein Ende. Für die Zielgruppe von Kindern zwischen 3 bis 6 Jahren eine angemessene Länge. Viel länger hätte mein aktiver Sohn auch nicht stillsitzen können. Der Kartenpreis belief sich auch 15 EUR für einen Erwachsenen mit Kind.

Rund um, war es ein absolut gelungener Sonntagvormittag. Das Wetter war super und durch den kleinen Umweg durch den gesamten Neuen Garten kamen mein Sohn und ich an all den tollen Sehenswürdigkeiten vorbei: von dem Marmorpalais und der Meierei bis hin zum Schloss Cecilienhof. Zu guter Letzt sahen und hörten wir sogar die Nikolaikirche. Das „Ding-Dong“ der Glocken, wie mein Sohn es so schön nannte, war der perfekte Abschluss eines Erlebnisses ohne bzw. mit Gummistiefeln     

Beitrag von Anne Robertshaw, Leitung Online-Marketing und Vertrieb der PMSG Potsdam Marketing und Service GmbH, im Auftrag der Musikfestspiele Potsdam Sanssouci

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