© Sehsuechte, Foto: Jonas Friedrich

Sehsüchte – Ein Festival, das verbindet.

Veröffentlicht am 25. April 2018 | Sophie Jäger

Das Sehsüchte Studierendenfestival ist DER Höhepunkt im Veranstaltungskalender der Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF. Als Studierende der Digitalen Medienkultur im vierten Semester arbeite ich, zusammen mit 42 Kommilitonen aus dem Bereich Medienwissenschaften und anderen praktischen Studiengängen, seit sechs Monaten an der diesjährigen Ausgabe des Festivals. Eine Woche voller Filmblöcke, Workshops und Partys von Studierenden für alle Filmbegeisterten.

Bereits im Oktober haben wir uns in Ressorts aufgeteilt, sodass jeder einem speziellen Aufgabenbereich zugeteilt und fokussiert arbeiten konnte. Meine Aufgabe ist die Organisation der Eröffnungsfeier und der Preisverleihung. Zu zweit keine leichte Aufgabe, besonders wenn man so etwas vorher noch nie gemacht hat. Doch auch das Marketingressort hat einiges zu tun: Neben regelmäßigem Kontakt mit der Presse soll auch die Website gut und informativ sein. Nicht zu vergessen der Trailer, der gedreht werden musste. Und auch die Printwerbung wie Sticker und Flyer verteilen sich im Stadtgebiet nicht von allein. Mit dem Medienzentrum Potsdam-Babelsberg haben wir einen starken Partner an unserer Seite. Durch viele Radio-und Fernsehsender in direkter Laufnähe konnten wir bereits Kontakt zu Moderatoren, Jurymitgliedern und Festivalpartnern knüpfen.

Celine Steffan, Studierende der Digitalen Medienkultur und Mitorganisatorin des Festivals

Das Programmteam hat seine Hauptarbeit bereits Anfang des Jahres erledigt: Sie saßen wochenlang in unseren Heim- und Universitätskinos und haben sich Tausende Einreichungen angesehen, um daraus hochwertige Filmblöcke zu basteln. Doch jeder der ausgewählten Filme muss in der Festivalwoche reibungslos laufen und deshalb testen sich die acht „Programmies“ nun noch einmal durch alle DCPs.

Gerade habe ich eine Nachricht von einer Kollegin aus dem Rahmenprogramm bekommen. Sie richtet die Abschlussparty am Samstag aus und fragt, ob ich Zeit habe, morgen Abend mit ihr den bestellten Sekt abzuholen. Natürlich unterstütze ich sie. Das ist das Schöne an dem ganzen Projekt, abgesehen von den Erfahrungen, die man mitnimmt: Wir wachsen als Team zusammen, indem wir die Probleme der anderen anhören, uns gegenseitig unterstützen und Arbeit abnehmen, wenn es nötig ist. Dafür geht meine Kommilitonin aus dem Juryressort auch mal mit mir zur Technikprobe am Veranstaltungsort. Würde ich das Projekt Sehsüchte ein zweites Mal mitmachen? Auf jeden Fall! Das Besondere an der Sehsüchte-Organisation ist, dass das Team jedes Jahr aus neuen Mitgliedern besteht. Immer kommen neue Gesichter hinzu oder machen ihren Abschluss und verlassen die Universität. Drei Studierende, die das Prozedere schon aus vorherigen Jahren Sehsüchte kennen, bilden stets die Gesamtkoordination und haben einen Überblick über Finanzen, die künstlerische Leitung und die Festival-Organisation.

Von meinem Büro aus schaue ich in das Atrium der Filmuniversität. In der Woche des Festivals soll die Hochschule szenografisch verkleidet werden und das diesjährigen Motto „METAMORPHOSIS“ nach außen ausstrahlen. Ich freue mich auf diese Verwandlung, auf die vielen filmbegeisterten Besucher und die spannenden Begegnungen mit Gleichgesinnten.