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Christianes Lieblingsort | Der Ruinenberg

Veröffentlicht am 7. November 2016 | Ina Kubitza

Auf der Suche nach einem geeigneten Spazierweg für meinem Hund und mich bin ich im Park Sanssouci fündig geworden. Der Ruinenberg taucht ganz plötzlich an einer Lichtung auf und man hat von dort einen wunderbaren Blick auf das Schloss Sanssouci. Jede Jahreszeit – auch der Herbst – setzt die von altem Baumbestand umgebene Anhöhe in eine andere, besondere Stimmung. Sehen Sie selbst, welch königliche Ausstrahlungskraft diesen Ort beherrscht und besuchen Sie den Ruinenberg bei Ihrem Spaziergang (mit oder ohne Hund).

Die Geschichte vom Ruinenberg geht in das Jahr 1748 zurück. Bis dahin diente das Gelände in Potsdam den Preußenkönigen als Jagdgebiet für Rebhühner und Fasanen. Friedrich der Große wünschte sich unterhalb der Weinbergterrassen vom Schloss Sanssouci einen großen Brunnen mit einer hohen Wasserfontäne. Für dieses aufwendige Vorhaben wurde durch den Baumeister Georg Wenzeslaus von Knobelsdorff und den Theatermaler Innocente Bellavite auf dem Ruinenberg ein Wasserrundbecken gebaut. Dazu gehörten künstliche Ruinen, Römische Säulen, ein Rundtempel sowie die Wand eines Römischen Theaters. Diese antiken Ruinen gaben dem Ruinenberg in Potsdam seinen Namen. Aufgrund technischer Schwierigkeiten musste dieses Projekt jedoch bald wieder aufgegeben werden.