© Alexandrowka, Foto: PMSG/ Christiane Schalk

Mit dem Chefdenkmalpfleger durch die Alexandrowka

Veröffentlicht am 24. Oktober 2017 | Sophie Jäger

Als Gästeführerin und Mitarbeiterin der Content Redaktion der Potsdam Marketing und Service GmbH kreuzten sich unsere Wege häufig. Mein Wissen über die Stadt Potsdam ist geprägt von vielen Treffen, Führungen und Weiterbildungen mit Andreas Kalesse. Seit 1991 ist er in der Unteren Denkmalschutzbehörde der Landeshauptstadt tätig. Im kommenden Frühjahr geht der Stadtkonservator nun, nach 27 Dienstjahren, in den Ruhestand.

Als er 1991 von Spandau nach Potsdam kam, sind Grau und Schwarz die dominierenden Farben an den Häuserfassaden. Er war es, der die Weichen für eine denkmalgerechte Rekonstruktion des historischen Stadtkerns stellte. Immer wieder suchte er den kritischen Diskurs zur Potsdamer Baukultur. Für seine Leistungen erhielt er den Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland. Potsdam wäre ohne ihn nicht die Stadt, die sie heute ist.

Zu besonderen Anlässen lädt Andreas Kalesse gern auch zu öffentlichen Spaziergängen, auf denen er sein Wissen weitergibt. Zum Reformationstag führt er im Rahmen der Jahreskampagne „Stadt trifft Kirche“ durch die zum UNESCO-Welterbe gehörende Russische Kolonie. Allen Gästen der Stadt, aber auch interessierten Potsdamern möchte ich diese Führung ganz besonders ans Herz legen. Geboten wird ein spannender Exkurs zu einem interessanten Kapitel der preußisch-russischen Beziehungen. Die Russische Kolonie Alexandrowka wurde von 1826 bis 1827 auf Wunsch Königs Friedrich Wilhelm III. zum Gedenken an seinen verstorbenen Freund, Zar Alexander I., angelegt. Die Führung startet am 31. Oktober um 10 Uhr an der Alexander-Newski-Kapelle auf dem Kapellenberg und dauert 2,5 Stunden. Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.