© Foto von Barbara Plate

Hennis Lieblingsort | Am Ufer des Templiner Sees

Veröffentlicht am 5. April 2017 | Claudia Kumke

Mein Lieblingsort in Potsdam ist das Ufer des Templiner Sees in Hermannswerder. Am Steg des Potsdamer Segelvereins fühlt es sich wie Urlaub an, wenn man die Füße ins Wasser hält und den Blick über die kräuselnde Wasseroberfläche gleiten lässt. Es gibt immer ein paar Seesüchtige die an ihrem Kahn rumwerkeln oder eine Runde auf dem Gewässer drehen. Es ist ein idyllischer Fleck an dem man einmal tief durchatmen kann und seinen Kopf frei kriegt.

Mein Kopf ist gerade ordentlich mit dem internationalen Studierendenfilmfestival Sehsüchte gefüllt. Dort arbeite ich im Programm-Ressort. Das bedeutet die eingereichten Filme zu sichten, Nominierte zu wählen, abwechslungsreiche Blöcke zu programmieren, Synopsen zu schreiben, Q & A’s zu halten etc.

Es ist interessant, wie sich die Einschätzungen der Filme nach ein paar hundert gesehenen verändern. Deshalb gibt es mehrere Auswahlrunden. Filme mit einem naja können plötzlich angeregte Diskussionen hervorrufen und zutiefst berühren oder ansehnlicher Hochglanz wird als Geplänkel entlarvt. Ich liebe es, wenn Diskussionen entstehen bei denen es um Alles geht. Ist dieser Film vertretbar? Macht er auf etwas aufmerksam oder beutet er es optisch nur aus? Wann wird mit Sexismus, Exploitation und Diskriminierung gespielt und wann ist es einfach nur das? Das bedeutet nicht, dass ein Film nicht auch mal wehtun darf und aufregen soll! Für die richtige Balance sind wir verantwortlich und dafür brennen wir.