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Sophies Lieblingsort | Das Café Eden

Veröffentlicht am 6. Juni 2017 | Claudia Kumke

Es ist eine kleine Oase, die sich da auftut, wenn man das Kuhtor zum Park Sanssouci passiert und hinter die marode Meierei lugt. Das Café Eden – nicht viel mehr als eine Holzbude auf der Wiese – ist für mich und mittlerweile für viele andere ein ganz besonderer Ort. Hier finden sich Touristen und Potsdamer gleichermaßen ein: Die einen entdecken es zufällig nach dem Besuch der Römischen Bäder oder des Neuen Palais, die anderen steuern es gezielt an. Sie wollen den Feierabend mit einem Cidre begießen, den leckeren Erdbeer-Rhabarberkuchen genießen oder einfach unbekümmert der Natur lauschen.

Es ist ein Ort, an dem sich auch die Krähen in Narrenfreiheit wähnen. Wer nicht aufpasst, sieht sein Stück Kuchen in die Lüfte verschwinden. Das Würstchen wird mintunter direkt vom Grill stibitzt. Bis auf die kleinen „Krähenattacken“ geht es in diesem sommerflirrenden Ausfluglokal jedoch sehr friedlich zu. Decken werden ausgebreitet, Liegestühle aufgestellt, auf gemütlichen Regiestühlen Platz genommen. Ab 12 Uhr können sich die Besucher im Schatten der Bäume eine Ruhepause gönnen oder am Fließ die Sonne anbeten und der vorbeiziehenden Schwanenfamilie nachsehen.

Selbst die quietschenden Kinder, die durch den aufgestellten Sprenger hopsen oder die zum Klettern einladende Weide bezwingen, hindern einen nicht daran, sich wegzuträumen und den Alltag für einen Moment zu vergessen.

Café Eden, Lennéstraße 32, zwischen Kuhtor und Alter Meierei, geöffnet bis Ende Oktober, täglich ab 12 Uhr bis zum Sonnenuntergang. Bei Regen bleibt es geschlossen. Es gibt Kuchen vom Bäcker, Eis, Grillkäse und -gemüse und knackige Bio-Bratwürste.