© Mit dem Paddelboot die Stadt entdecken. Foto: PMSG André Stiebitz

Potsdam auf den zweiten Blick

Veröffentlicht am 6. Mai 2020 | Sophie Jäger

Blick vom Wasser auf das Schloss Babelsberg. Foto: PMSG André Stiebitz

Ganz klar, Potsdam ist bekannt für seine unzähligen Schlösser und die weitläufigen Parkanlagen. Doch abseits von Schloss Sanssouci, dem Holländischen Viertel und der Glienicker Brücke gibt es noch viel mehr zu entdecken.

Potsdam zu Wasser – Neuer Blick auf Altbekanntes

Wer Potsdam schon oft besucht hat und scheinbar jede Gasse und jedes Schloss kennt, der sollte sich der Stadt noch einmal vom Wasser nähern. Denn Potsdam, umgeben von der idyllischen Havel und ihren Seen, ist eine Insel. Und so allgegenwärtig das Wasser ist, so vielfältig sind auch die Möglichkeiten, Potsdam vom Wasser aus zu erkunden. Egal ob mit dem Floß, dem Kanu oder dem Wassertaxi. Erst wer Potsdam vom Wasser erlebt hat, kennt die Stadt von ihrer schönsten Seite. Zahlreiche Schlösser liegen direkt am Ufer der Havel und den angrenzenden Seen wie das Schloss Babelsberg, das Marmorpalais oder Schloss Cecilienhof.

Spazieren am Wasser – mit Aussicht

Wer lieber festen Boden unter den Füßen behält, kann den weiten Blick über Potsdams Gewässer auch entlang unterschiedlichster Wanderwege genießen. Ein schöner Weg führt beispielsweise um den Griebnitzsee herum. Hierfür muss man zwischendurch zwar auch mal die Stadtgrenze verlassen, aber wie heißt es so schön: „Wer den Berg erklommen hat, kann den Gipfel nichtmehr sehen“ ;-). So hat man von der Berliner Uferseite des Sees den besten Blick auf die herrschaftlichen Anwesen der Villenkolonie Neubabelsberg. Auf Wunsch des 1. Deutschen Kaisers Wilhelm I. sollten die Häuser zur Straßenseite nämlich nicht zu protzig gebaut werden. Die Bauherren ließen daher die Fassaden zur Straßenseite schlicht und zeigten den Prunk nur zur Seeseite. Wer mehr zur Geschichte dieses spannenden Stadtviertels erfahren möchte, wird bei der Führung “Babelsberg – Filmstars, Villen, Weltgeschichte” bestimmt auf seine Kosten kommen.

Blick von der Freundschaftsinsel zum Museum Barberini. Foto: PMSG André Stiebitz

Ein weiterer Ort am Fluss, an dem kein Tagesausflügler aus Berlin vorbeikommt, ist die Freundschaftsinsel. Das beliebte Ausflugsziel für Potsdamer und ihre Besucher, ist eine idyllische Oase inmitten der Stadt und lässt vor allem Herzen der Gartenkunst höher schlagen. Noch heute befinden sich hier etwa 200 Staudenzüchtungen Karl Foersters. Karl Foerster gab seinen Züchtungen immer schöne Namen wie „Juliglut“, „Landhochzeit“ oder „Wenn schon, denn schon“. Praktischerweise sind die Stauden auch heute noch beschriftet. Viele davon gibt es im Potsdamer Stadtteil Bornim bei “Foerster Stauden” käuflich zu erwerben. Hier gleich nebenan sind übrigens auch das Wohnhaus und der Garten des Künstlers zu bewundern. Eine Führung durch das Gartenparadies wird regelmäßig angeboten.

Weitere Highlights auf der Freundschaftsinsel sind das Inselcafé mit herrlichem Blick auf die Alte Fahrt, ein großer Abenteuer-Spielplatz sowie ein Tret-und Ruderbootverleih.