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Virginias Lieblingsort | Die Havel

Veröffentlicht am 11. April 2017 | Claudia Kumke

Eintauchen.

»Es spiegeln sich in Deinem StromeWahrzeichen, Burgen, Schlösser, Dome:[…]

Ob rothe Ziegel, ob steinernes Grau,

Du verklärst es, Havel, in Deinem Blau.«

(Theodor Fontane, aus »Havelland«, 1873)

 

Die strahlend blaue Wasseroberfläche der Havel: Manchmal spiegelglatt. Manchmal wellig, rau. Manchmal von der Abendsonne in ein leuchtendes Orange getaucht, statt Blau. Farbige Linien ziehen sich über den Wasserspiegel. Die Havel, ein fließendes Kunstwerk, windet sich durch die Stadt und ziert sie mit Havelsee-Farbklecksen: Ein Weißer See, ein Tiefer See, ja sogar ein Heiliger See!

Schon Paul und Paula (aus dem DEFA-Kultfilm „Die Legende von Paul und Paula“, 1973) haben ihre sommerlichen Badefreuden an der Havel ausgelebt (im heutigen Stadtbad Park Babelsberg). Und nicht nur in dieser Legende durfte die Havel eine glanzvolle Rolle übernehmen. Auch als Ausflugsort in „Der Grüne Salon“ (1944) oder als Location für eine Beachparty am Ufer der Speicherstadt in „Die Welle“ (2008) taucht die Havel im Film auf.

Wenn ich am Ufer auf die Havel blicke, lädt sie mich zum Eintauchen ein. Der Wasserspiegel lässt neue Motive, neue Orte und neue Geschichten entstehen.

Genauso lädt Sehsüchte, das Internationale Studierendenfilmfestival der Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF, zum Eintauchen ein. Unter dem Motto »surfaces« können unsere Festivalbesucher*innen in Filmwelten eintauchen, die Oberfläche erleben und gleichzeitig durchdringen. In der Sektion Spotlight Produktion beispielsweise wird auch hinter die Filmkulissen geschaut. Der Blick auf die Produktionen, die hinter den Filmen stehen, lässt die Oberfläche, das filmische Endprodukt, noch einmal in einem völlig neuen Licht erscheinen. Vom 26. April bis zum 1. Mai 2017 kann die Sehsucht wieder gestillt werden!