© Havelseenrundfahrt, Foto: PMSG, Claudia Kumke

Wellen, Wind und Weite – eine Havelseenrundfahrt

Veröffentlicht am 4. September 2017 | Claudia Kumke

Im Sommer auf einem Schiff sitzen, die Nase in den Fahrtwind halten und den Blick schweifen lassen – ein Glücksgefühl. Wenn man dann noch einzigartige Schlösser und die schöne Märkische Landschaft an sich vorbeiziehen sieht, dann ist es das Potsdam-Gefühl! Zu acht enterten wir an einem Sonnabend im August die MS Paretz von der Weißen Flotte Potsdam (www.schiffahrt-in-potsdam.de), um die süd-westlichen Havelseen zu erkunden. Eine schöne Möglichkeit für Familien mit Senioren, ohne viel Anstrengung viel zu sehen, die frische Luft zu genießen und gemeinsam einen herrlichen Tag in Potsdam und seiner Umgebung zu verbringen.

Havelseenrundfahrt/ PMSG

Havelseenrundfahrt/ PMSG

Vom Schiff ergeben sich spannende und auch für uns zum Teil noch unbekannte Sichtachsen zum Beispiel auf das Caputher Schloss, das älteste Hohenzollernschloss in unserer Gegend. Oder auf den historischen Stadtkern von Werder mit seiner typischen Kirche und den Fischerhütten am Ufer.. Allerdings war es für uns vor allem deswegen ein gelungener Nachmittag, weil sich dieses  Gefühl des Entspannens und des Loslassens einstellte, auf diesem Dampfer fühlte ich mich so angenehm entrückt von der Welt. Wie ein Betrachter, ein stiller Beobachter. Zum Teil  unterhielten wir uns gar nicht, sondern guckten nur aufs Wasser. Die Weite des Templiner Sees und die Größe des Schwielowsees lassen einen ganz demütig werden und das leichte Tuckern des Schiffes und der frische Wind entspannen ungemein.

Ab und zu erklärt der Kapitän einiges über die Sehenswürdigkeiten am Wasser und holt uns aus der tiefen Entspannung heraus. Auch für Potsdam-Kenner gibt es interessante Informationen und man fühlt sich auch sonst wunderbar versorgt, denn der Service auf dem Schiff ist wirklich zuvorkommend und freundlich und der junge Kellner kümmerte sich redlich um das Wohlbefinden seiner Fahrgäste.

An einigen Stationen (Forsthaus Templin, Caputh, Ferch, Petzow und Werder) legte das Schiff an und man konnte zu- oder aussteigen. Das ist für die Gäste interessant, die die Schiffsfahrt in ihren Tagesplan einbauen. Uns holten die Haltemanöver und das damit verbundene Menschengewusel immer etwas aus unserer angenehmen Schiffsschwere heraus und wir waren uns einig, dass eine Schiffsfahrt ohne Anlegen sicher noch entspannter gewesen wäre.

Nach dreieinhalb Stunden fuhren wir wieder in den Heimathafen ein, tiefen entspannt und bereit, uns wieder in das bunte Treiben der Potsdamer Innenstadt zu stürzen. Wir sind dankbar für einen schönen Tag mit der Familie und wissen, das machen wir bestimmt im nächsten Sommer wieder!