Monet. Der erste Gegenwartskünstler

  • Monet. Der erste Gegenwartskünstler © Filmmuseum, Foto: PMSG, André Stiebitz

Claude Monet, der als Begründer des Impressionismus gilt, ist einer der populärsten Künstler überhaupt. Dennoch wird kaum ein anderer Künstler so unterschätzt. Während die eng mit ihm verbundenen Zeitgenossen wie Manet, Degas oder Cézanne als wichtige Impulsgeber der Moderne gefeiert werden, gilt Monet vielen Kunsthistorikern als oberflächlicher „Schönmaler“. Zwar sei es ihm wie keinem Zweiten gelungen, das Momenthafte mit großer Leichtigkeit auf die Leinwand zu bannen, doch verfüge seine Malerei nicht über die Tiefe seiner Kollegen. Dass Monet aber der erste Künstler war, auf dessen Werk der Begriff „Gegenwartskunst” wirklich zutrifft, ist kaum jemandem bewusst. Denn anders als seine Vorläufer und Zeitgenossen interessierte er sich nicht für die Tradition der Kunstgeschichte, suchte er nicht nach Anregungen aus der Vergangenheit, sondern entwickelte seine Malerei aus dem Blick auf das Hier und Jetzt. Wie innovativ und reflektiert er dabei vorging, ist das Thema des Vortrags.

Datum
Zeiten / weiterführende Informationen
Felix Krämer ist Generaldirektor des Kunstpalastes und des NRW-Forums in Düsseldorf. Er kuratierte u. a. die Ausstellung Monet und die Geburt des Impressionismus, die 2015 am Städel Museum in Frankfurt am Main gezeigt wurde.
Preise
10 Euro, erm. 8 Euro. Mit der Eintrittskarte kann die Ausstellung eine Stunde vor Veranstaltungsbeginn besucht werden.