KAPmeets: Unbekannte Klangwelten

Christian Tetzlaff, umjubelt für sein ausdrucksstarkes und hingebungsvolles Spiel, feiert den Auftakt seiner Residenz im Rahmen eines KAPmeets-Konzerts.
Mit abwechslungsreichem Repertoire und im Nachgespräch tritt er mit dem Potsdamer Publikum in einen Dialog.

Als versierter Programmschmied lenkt er den Blick immer wieder auf vergessene Werke, darunter auch die Humoresken von Jean Sibelius. Entführt in nordische Klangwelten, verschmelzen darin immense, tonschöne Fantasien mit der finnischen Sagenwelt. Auch Joseph Haydns Violinkonzerte stehen selten auf dem Programm, obgleich sie ein bezaubernd zartes Geflecht zwischen Solovioline und Orchester aufzeigen. Seine Sinfonie in d-Moll beginnt in bedrohlich-auf- brausendem Gestus, der in fast groteskem Gegensatz in eine tänzerische Musik übergeht und sich schließlich in einer sehnsüchtigen Melodie verläuft. „Wir haben es hier mit einem besonders wilden und schönen Exemplar zu tun“, charakterisiert Tetzlaff die Sinfonie.