Augenblicke, Momente, Minuten. Monet und die Industrialisierung der Zeit

  • Augenblicke, Momente, Minuten. Monet und die Industrialisierung der Zeit © Museum Barberini mit Freitreppe zur Havel, Foto: Helge Mundt

„Ich arbeite immer langsamer, und das lässt mich verzweifeln. Aber je weiter ich gehe, desto mehr erkenne ich, dass es viel Arbeit erfordert, um das wiederzugeben, wonach ich suche: Augenblicklichkeit“, schrieb Monet 1890. Sein Anspruch, den Ort in seiner flüchtigen atmosphärischen Stimmung aus Licht und Schatten mit malerischen Mitteln festzuhalten, setzte den Maler unter einen bis dato unbekannten Zeitdruck. Gleichzeitig veränderten sich unter dem Einfluss der Industrialisierung, der Revolutionierung des Verkehrs und der Einführung neuer Zeitnormen die gesellschaftlichen Konzepte von Zeit radikal. So sind die Orte Monets kaum ohne eine zeitliche Dimension zu denken.

André Dombrowski ist Professor für Europäische Kunstgeschichte des 19. Jahrhunderts und Autor des Buches Cézanne, Murder, and Modern Life. In seinem Vortrag verfolgt er einen interdisziplinären Ansatz und untersucht die Beziehung zwischen dem impressionistischen Augenblick und der Geschichte der modernen Zeitmessung.

Datum
28.05.2020
19:00 Uhr
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Zeiten / weiterführende Informationen
Dr. André Dombrowski, University of Pennsylvania, Philadelphia
Preise
10 Euro, erm. 8,00 Euro. Mit der Eintrittskarte kann die Ausstellung eine Stunde vor Veranstaltungsbeginn besucht werden.