Live in der Bar: Amalia Chikh

Amalia Chikh kam erstmals 1999 als Erasmus-Studentin nach Berlin und blieb, nach Studium und einem ersten Job als Kulturmanagerin in Lille, schließlich ganz an der Spree. Damals machte sie noch gar keine Musik, organisierte Konzerte in der UFA-Fabrik Tempelhof, arbeitete für das Jugendmusikfestival des Deutsch-Französischen Jugendwerks und als Musikpädagogin in den Kitas und Schulen der Stadt. Plötzlich entdeckte sie etwas, das sie in sich völlig übersehen hatte: “Ich kann Chansons schreiben!” Ein Talent, das mächtig Eindruck auf sie machte. Seit dem Ende ihres Klavierunterrichts mit 18 hatte sie sich kaum mehr mit dem Musizieren beschäftigt, und auf einmal nahm die Musik sich ihres Lebens an. Schnell lernten auch die Chansons ihre neue Sprache, ihr Berlinerisch mit dem typisch französischen Akzent, den sie lebt und nicht versteckt. Genauso wie sie musikalisch ihre Großväter im Geiste bei sich hat. Der eine war Imam und predigte in der Moschee von Tlemcen in Algerien, der andere leitet