Belvedere Pfingstberg

Das Belevedere auf dem Pfingstberg war von Friedrich Wilhelm IV. als riesige Anlage mit Terrassen, Kaskaden und Kolonnaden geplant. Als Vorbilder dienten italienische Renaissancevillen. In den beiden Bauphasen von 1847 bis 1852 und von 1861 bis 1863 realisierten die Architekten Ludwig Persius, Ludwig Ferdinand Hesse und Friedrich August Stüler lediglich die Doppelturmanlage. Sie umschließt den Innenhof mit einem Wasserbecken, das von Arkaden, Kolonnaden und Galerien umgeben ist. Von diesen aus gelangt man in zwei Kabinette im maurischen und römisch-pompejanischen Stil. Freitreppen führen auf das Dach der Torhalle, von dem der Blick in einen von Flügelmauern gerahmten Vorhof mit Rasenparterre und Laubengängen sowie auf den Pomonatempel fällt.
Nach dem Zweiten Weltkrieg stark verfallen, wurde das historische Ensemble seit 1992 auf Initiative des Fördervereins Pfingstberg mit Spendengeldern restauriert und bietet seinen Besuchern heute wieder die schönste Aussicht über Potsdam und die Havelseen. Während der Sommermonate finden hier zudem zahlreiche Kulturveranstaltungen statt.