Maschinenhalle in der Schiffbauergasse (fabrik Potsdam)

  • © fabrik Potsdam in der Maschinenhalle, Foto: PMSG André Stiebitz
Die Maschinenhalle wurde nach 1945 auf dem Papenhorn errichtet. Das von Karl Gottfried Pust geplante Gebäude hat eine noch heute ansprechende und zeitgemäß wirkende fein gegliederte neoklassizistische Fassade. Das Papenhorn ist eine natürliche Landzunge, die zur Landgewinnung durch Trümmerschutt der Potsdamer Innenstadt von der Türkstraße bis zum Papenhorn aufgeschüttet worden ist. Das Gebäude beherbergte die Betriebsschlosserei, der im Jahr 1856 in Betrieb genommenen Gasanstalt des Berliner Unternehmers Julius Conrad Freund. Hier wurden unter anderem Gasventile und Rohrstutzen produziert. Nach der späteren Umwandlung in ein VEB Energiekombinat wurde bis zum Betriebsschluss 1990 an diesem Industriestandort Gas, Koks und Teer für die Stadt Potsdam produziert. Seit der Sanierung im Jahr 2006 wird die ehemalige Maschinenhalle als vielfältiger Veranstaltungsort genutzt. Die fabrik Potsdam, ein Tanz- und Begnegungszentrum, hat hier ihren Sitz.