Stiftung Garnisonkirche Potsdam – Wiederaufbau des Turmes als Nach-Denkmal und Forum für Frieden und Versöhnung

  • © Innenaufnahme Nagelkreuzkapelle, Foto: Monika Schulz-Fieguth, Copyright: SGP
  • © Brandenburg für alle Erhebung 2018, Foto: Heike Schulz, Copyright: SGP
  • © Baugottesdienst Eine Kultur des Friedens bauen, Foto: Dr. Peter Michael Bauers, Copyright: SGP
  • © Garnisonkirche vom Stadtschloss gesehen, Foto: Christine Gottwald, Copyright Anke Silomon
  • © Garnisonkirche von Osten, Foto: Albert Noelte 1032, Copright Andreas Kitschke
  • © Ruine der Garnisonkirche von Osten, Copyright Andreas Kitschke
  • © Sprengung der Garnisonkirche 1968, Copyright Detlef Hartz
  • © Sprengung der Garnisonkirche 1968, Foto: Dietmar Saretz, Copyright SGP
  • © Sprengung der Garnisonkirche 1968, Foto: Dietmar Saretz, Copyright SGP
  • © Signatur eines Spenderziegels von Dr. Wolfgang Schäuble, Copyright SGP
  • © Entwurf der Kapelle in der Garnisonkirche, Copyright ARGE-WGP
  • © Wappenkartusche über dem Hauptportal, Foto: Thomas Bolze, Copyright SGP
  • © Gipsmodell der Bauplastik, Foto: Thomas Bolze, Copyright SGP
  • © Bohrer für die Versenkung der Gründungspfähle, Foto: Dr. Michael Bauers, Copyright SGP
  • © Turmsüdansicht. Rot markiert: noch nicht finanzierte Bauteile, Copyright: ARGE Potsdam
  • © Gründung der Bodenplatte im Sommer 2018, Copyright SGP
Nach-Denkmal und Forum für Frieden und Versöhnung

2,4 Millionen Ziegelsteine –  eine gewaltige Anzahl für den Wiederaufbau des Turmes der Garnisonkirche. Das knapp 90 Meter hohe Bauwerk wird  über vier Vollgeschosse, 365 Treppenstufen, 69 Türen und einen Fahrstuhl  verfügen. Dabei ist inklusives/barrierefreies Bauen Programm. 

Die äußere Architektur ist eine Rekonstruktion der 1735 vom norddeutschen Barock-Baumeister Philipp Gerlach errichteten Hof- und Garnisonkirche. Kurz vor Kriegsende 1945 brannte dieses geschichtsträchtige Gebäude durch einen Bombenangriff aus und wurde 1968 aus ideologischen Gründen gesprengt – so wie 60 weitere Kirchen der DDR.

Der neue Turmentwurf des renommierten Architektenbüros Hilmer, Sattler & Albrecht ist eine perfekte Symbiose aus Rekonstruktion und moderner Funktionalität. Auf etwa 1200 qm² entstehen  Ausstellungs- und Seminarflächen sowie die zentrale Kapelle als Herzstück des Turmes. Ein Highlight wird die 57 Meter hohe rollstuhlgerechte Aussichtsplattform mit einem einzigartigen Blick über Potsdam. Auch das historische Glockenspiel unter der fast 90 Meter hohen Turmhaube soll wieder erklingen.

Bis November 2017 drehten sich die Bohrer auf dem Baufeld in Potsdams Mitte für die spektakulären Gründungsarbeiten: 38 Bohrpfähle, teilweise mit Geothermie ausgestattet, wurden in 38 Meter Tiefe versenkt, um die Fundamentplatte zu tragen. Im Frühjahr 2019 beginnt der Aufbau des Turmsockels und ab 2021 soll die Besucherterrasse eröffnet werden.

Ziel des Wiederaufbaus als Nach-Denkmal und Forum für Frieden und Versöhnung ist es, hier ein Erinnerungszeichen und Lernort für Demokratie und Versöhnung zu verankern – living history.  Preußische Monarchie und  NS-Diktatur, „große“ und „kleine“ Menschen  haben hier ihre Spuren hinterlassen. Als Symbol deutscher Geschichte sucht dieser Ort die Auseinandersetzung über Hochmut und Fall, Widerstand und Anpassung sowie Freiheit und Unterdrückung. 

Das Thema ist Versöhnung: Als Mitglied der Nagelkreuzgemeinschaft von Coventry stehen hier Reflexion und Diskurs, Verstehen und Versöhnen in Form von Bildungsangeboten, kirchlichen Veranstaltungen und gesellschaftspolitischen Begegnungen im Fokus. Hier wo der ‚genius loci’ das Bindeglied zwischen Geschichte, Gegenwart und Zukunft ist.

Schon jetzt hat die temporäre Nagelkreuzkapelle am Baufeld viele Informationen und die  kleine Ausstellung „Fragmente und Perspektiven“,  Schlaglichter auf 300 Jahre preußisch-deutscher Geschichte, zu bieten.

Jeden Mittwoch um 14 h finden unter dem Motto “Schau Mal” kostenfreie Baustellenführungen statt für Gruppen mit Voranmeldung.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

 

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Pfingstmontag
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