Garnisonkirche (Wiederaufbau des Garnisonkirchturmes)

  • © Holzpavillion, Foto:PMSG/Nadine Riedlich
  • © Prachtportal, Foto: PMSG/Nadine Riedlich
In der Hof- und Garnisonkirche Potsdam bildet sich deutsche Geschichte wie unter einem Brennglas verdichtet ab: Zar Alexander I. und Napoleon besuchten den Sarg Friedrichs II., die ersten frei gewählten Stadtverordneten Potsdams tagten hier, Lutheraner und Reformierte bildeten hier ihre Union, die Nationalsozialisten missbrauchten die Kirche am sogenannten Tag von Potsdam und viele Mitglieder des 20. Juli gehörten zu dieser Gemeinde. Ausgehend von der Auseinandersetzung mit dieser geschichtlichen Basis, gilt es eine Brücke zu schlagen von geschichtlichen Erkenntnissen zu den Erfordernissen der Moderne. Welcher Ort würde sich hierzu besser eignen als die Garnisonkirche mit ihrem Symbolcharakter, einem Ort, an dem der ‚genius loci’ das Bindeglied zwischen Geschichte, Gegenwart und Zukunft ist.

Der wiedererstehende Garnisonkirchenturm wird im äußeren Erscheinungsbild dem zerstörten Gebäude entsprechen und im Inneren den Anforderungen zukunftsorientierter Nutzungen Rechnung tragen. Der durch das renommierte Architektenbüro Hilmer & Sattler und Albrecht vorgelegte Entwurf für den Turm enthält einen zentralen, großzügigen und funktionalen Raum. Er ist als Kapelle und Ort des Gedenkens vorgesehen. Im Oktober 2017 beginnen die Bauarbeiten zum Wiederaufbau. Die reichhaltig vorhandenen Quellen erlauben eine Rekonstruktion der ursprünglichen Architektur der Garnisonkirche, in historischer Bauweise und mit authentischem Material (Ziegel). So wird ein Hauptwerk des preußischen Barocks, dessen Baumeister Philip Gerlach war, wiedererstehen. Wie Untersuchungsergebnisse ergaben, sind die Reste der Fundamente nicht mehr tragfähig. Daher wird eine neue Bodenplatte über die Fundamentreste gelegt, so dass die alte Gründung erhalten bleibt. Es wird eine Tiefgründung mit 38 Bohrpfählen von je 37 m Länge angelegt.
Für die Planungen des Innenausbaus sind die späteren Nutzungsabsichten der Räume ausschlaggebend. Die technische und räumliche Ausstattung entspricht den heutigen Anforderungen und Normen. Die Besucher können alle Etagen behindertengerecht mit einem Aufzug erreichen.Dieser fährt sogar bis zur Aussichtsplattform in 60 Metern Höhe, wo sich ein herrlicher Rundblick über die Stadt bietet. Unter der Turmhaube wird wieder ein Glockenspiel eingebaut, dessen Melodien in ganz Potsdam zu hören sein werden. Im Oktober 2017 haben die Bauarbeiten für den Turm der Garnisonkirche begonnen.

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