Klein Glienicker Kapelle

    Die Kapelle, in der früher selbständigen Gemeinde Klein-Glienicke gelegen, wurde in neugotischem Stil nach den Plänen von Reinhold Persius in den Jahren 1880/81 errichtet. Von 1961 bis 1989 lag sie im Sperrgebiet. Nach einer geglückten Flucht von Bauarbeitern, die die Kirche in den 80-er Jahren reparieren sollten, gab es keine Kirchensanierung mehr und die Kirche verfiel zusehends. Dank dem 1990 gegründeten Bauverein Klein-Glienicker Kapelle e.V. gelang die Rettung und die Neuweihe nach 120 Jahren.
    Seit 1999 zeigt sich dieses Kleinod neugotischer Baukunst innen und außen wieder in historischer Gestalt. Die neue Schuke-Orgel, ein Konzertinstrument mit 20 Registern, wurde komplett von einem Berliner Ehepaar gestiftet. Von Bürgersinn zeugt auch die Tatsache, dass über 70% der 2,5 Millionen DM betragenden Baukosten durch private Spenden aufgebracht wurden. Die Kapelle ist ein besonderer Ort der Evangelischen Kirchengemeinde Babelsberg geworden und erfreut sich großer Beliebtheit bei Konzerten (an jedem ersten Sonntag im Monat um 16 Uhr), kirchlichen Trauungen und Taufgottesdiensten. Unter dem Motto „Grenzen überwinden” werden hier die Gottesdienste (an jedem dritten Sonntag im Monat um 16 Uhr) von Geistlichen unterschiedlicher Konfessionen gehalten.