Pfarrkirche St. Antonius

Die katholische Kirche St. Antonius im Potsdamer Stadtteil Bebelsberg befindet sich zwischen der Plantagen- und der Turnstraße. Der 1934 konsekrierte Kirchenbau ist die Pfarrkirche der Babelsberger Pfarrgemeinde.
Für die Katholiken, die im 19. Jahrhundert nach Nowawes und in das benachbarte Neuendorf zogen, stand nur die Peter-und Paul Kirche der Potsdamer Innenstadt zur Verfügung. Wegen der zunehmenden Gläubigenzahl und der Entfernung wurde 1891 das heutige Kirchengrundstück angekauft. Aus finanziellen Gründen konnte erst 1905 mit dem Bau eines Pfarrhauses mit integrierter geräumiger Kapelle begonnen werden. Die Kapelle wurde am 7. Oktober 1906 benediziert. Noch im gleichen Jahr wurde ein eigener Seelsorger bestellt, im Jahr 1909 wurde St. Antonius seelsorglich eigenständige Kuratie.
Für die zum Gemeindegebiet gehörenden Katholiken in Berlin-Wannsee wurde 1927 die St. Michael Kirche gebaut, zwei Jahre später wurde an das Babelsberger Pfarrhaus ein Schwesternhaus für die 1923 eröffnete Niederlassung der Marienschwestern von der Unbefleckten Empfängnis angebaut. Am 30. Juli 1933 wurde der Grundstein für die heutige Kirche gelegt. Am 15. April 1934 konsekrierte der Berliner Bischof Nikolaus Bares die St. Antonius-Kirche.
Der Architekt der Kirche, Wilhelm Fahlbusch, war bereits bei der St.- Michael Kirche in Wannsee für die Pfarrei tätig. Während er dort expressionistisch gestaltete Spitzbogenformen schuf, entwarf er St. Antonius als rechteckigen Saalbau mit einer Apsis über die gesamte Raumbreite. Der Gottesdienstraum ist, bedingt durch die Lage des Grundstücks, nach Süden ausgerichtet. Der Altarraum ist durch seitliche Querpfeiler abgegrenzt, die einen Triumphbogen andeuten. Der Kirchenraum ist mit einer flachen Holzdecke versehen, an der je zwei parallele Balken über dem Mittelgang bis zur Apsis und quer am Übergang zum Altarraum ein Kreuz bilden.
Der Kirchenraum wird durch je zehn schmale, hoch ansetzende Fenster in der West- und Ostwand beleuchtet, die außen mit roten Klinkern gefasst sind. Zwei weitere schmale Fenster hinter den Querpfeilern beleuchten den Altarraum und das Apsismosaik.
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