Rund um den Templiner See – Radpartie ins Blaue

  • © Templiner See mit Schloss Caputh, Foto: PMSG/ André Stiebitz
  • © Ufer in Caputh, Foto: PMSG/ André Stiebitz
Die Radtour um den Templiner See zeigt, dass Kultur und Natur in Potsdam Hand in Hand gehen. Der ideale Ausgangspunkt für die Fahrt ins Blaue ist der Alte Markt. Von der Kuppel der Nikolaikirche erhält man einen wunderbaren Ausblick auf das gesamte Stadtbild. Hier wird auch besonders deutlich, wie eng die Stadt mit der Havel und ihren Seen verbunden ist.

Vorbei am Hauptbahnhof führt der Weg am Ufer des Templiner Sees entlang Richtung Caputh. Immer wieder laden kleine Badestellen zum Verweilen ein. Einen Abstecher zum Einsteinhaus und zum Schloss Caputh sollte man sich nicht entgehen lassen. Der Wissenschaftler Albert Einstein verbrachte in dem Sommerhaus viel Zeit und bevorzugte diesen Wohnort in den letzten Jahren, die er in Deutschland verbrachte, bevor er nach Amerika emigrierte. Bei einem Besuch werden seine Gründe nachvollziehbar. Das Schloss Caputh, der älteste erhaltene Schlossbau in der Potsdamer Kulturlandschaft aus der Zeit des Großen Kurfürsten Friedrich Wilhelms, lässt über 350 Jahre Geschichte lebendig werden.

Bevor man mit der Fähre nach Geltow übersetzt, bietet sich eine Rast am Uferweg an. Hier kann man Hobbykapitäne, Freizeitschwimmer und Genießer beobachten. Der Radweg entlang des Havelufers in Geltow führt zurück in die Potsdamer Innenstadt und zunächst am Luftschiffhafen vorbei. Wie der Name verrät, landeten von 1911 bis 1917 Luftschiffe des Grafen Zeppelin auf dem Gelände. Ebenso wurden hier auch Zeppeline gebaut. Die Stadt Potsdam gestaltete das Areal in den 1920er Jahren zum Land- und Wassersportplatz um, in dessen Tradition die heutige Nutzung als Olympiastützpunkt steht. Vom Luftschiffhafen führt der Uferweg direkt bis zur Innenstadt. Wer möchte, kann ab Bahnhof Charlottenhof mit dem Regionalexpress bis zum Hauptbahnhof fahren.