Kirchen in Potsdam

Mit Potsdam verbinden die meisten Besucher prunkvolle Schlösser, kleine Märchenpaläste und weitläufige Parkanlagen. Die Stadt hat jedoch noch mehr zu bieten: In Brandenburgs Landeshauptstadt finden Sie eine Vielzahl von Kirchen, deren Geschichten teilweise bis in das 13. Jahrhundert reichen.

Vielseitige Baustile

Nikolaikirche Potsdam

Nikolaikirche; Foto: Barbara Plate

Die Kirchen in Potsdam mit ihren unterschiedlichen Baustilen prägen das heutige Profil der Stadt. Neben römisch angehauchter Baukunst finden Sie außerdem italienische, französische, russische oder aber auch böhmische Architektur wieder. Die Gotteshäuser wurden für Siedler aus verschiedensten Teilen Europas errichtet und bringen die preußische Toleranz ehemaliger Könige zum Ausdruck.

Besonders friedvoll und idyllisch liegen die Friedenskirche am Eingang zum Park Sanssouci, welche an ein mittelalterliches Kloster im italienischen Stil erinnert oder aber auch die Heilandskirche Sacrow am Jungfernsee. Auch die Pfingstkirche zwischen Pfingstberg und dem Neuen Garten liegt an einem malerischen Rückzugsort.

Geistliche und gesellschaftliche Begegnungsstätten

Direkt im Herzen der Stadt befindet sich am Alten Markt und gegenüber vom Landtagsgebäude die St. Nikolaikirche. Sie wurde 1837 bis 1850 nach den Plänen von Karl-Friedrich Schinkel erbaut. Ihr riesiger Kuppelbau, der sich an den Kathedralen in Rom, London und Paris orientiert, ist schon vom Weiten aus allen Himmelsrichtungen gut zu sehen. Als evangelische Hauptkirche der Landeshauptstadt lockt sie jährlich etwa 140.000 Touristen in ihre Hallen und auf ihr Kuppeldach. Im Inneren der Kirche finden regelmäßige Gottesdienste, kirchenmusikalische Aufführungen, Vorträge und Ausstellungen statt.

Nach dem Vorbild des römischen Pantheon wurde 1752/53 die Französische Kirche nach den Plänen des Architekten von Knobelsdorff erbaut. Der Baumeister ist bereits für viele seiner Bauten bekannt, die er im Auftrag von Friedrich dem Großen leitete. Das evangelische Gotteshaus befindet sich am heutigen Bassinplatz, nicht weit vom Holländischen Viertel entfernt. Die Französische Kirche gilt seit der Zerstörung der Stadt im Zweiten Weltkrieg als eine der ältesten erhaltenen Kirchen im historischen Potsdamer Stadtteil.

Besonders sehenswert ist auch die russisch-orthodoxe Gedächtniskirche des Heiligen Alexander Newski. Sie befindet sich im Norden Potsdams auf dem Kapellenberg unweit der Kolonie Alexandrowka. Auf Anordnung von König Friedrich Wilhelm III. wurde sie im altrussischen Baustil entworfen und gilt als Freundschaftsbeweis zwischen dem ehemaligen Preußen und Russland. Die Alexander-Newski-Gedächtniskirche ist ebenso wie die Siedlung Teil des UNESCO Welterbes.

 

Pfingstkirche

Am Fuße des Pfingstberges stehen die Gebäude der ehemaligen Auguste-Victoria-Pfingsthaus-Stiftung: Kirche, Pfarrhaus, das Haus für Witwen, das alte und neue Pfingsthaus, der Stall und ein…

Propsteikirche St. Peter und Paul

Am Ende Brandenburger Straße thront die katholische Propsteikirche aus dem Jahre 1870. Auffällig ist ihr fast 60 Meter hoher Glockenturm, eine Anspielung auf den Campanile der San Zeno Kirche…

Sacrower Heilandskirche

Nördlich Potsdams liegt auf einer Halbinsel des Jungfernsees das Dörfchen Sacrow – mit seinem Schloss und der malerisch am Havelufer gelegenen Heilandskirche. Persius führte mit ihr den…

Versöhnungskirche

Der größte Kirchenneubau in Potsdam wurde im Ortsteil Kirchsteigfeld im Jahre 1997 geweiht. Der Architekt Augusto Burelli schuf ein ökumenisches Kirchenzentrum mit Gemeinderäumen und Büros, die…