Schlösser & Gärten

Potsdam zählt zweifellos zu den schönsten Städten Deutschlands. Eine Vielzahl großer Schlösser und kleiner Schlösschen erwartet die Besucher*innen, Potsdam hat die höchste Anzahl an Schlössern je Bewohner in Deutschland.
Die Hohenzollern formten in jahrhundertelanger Bautätigkeit eine Residenzstadt, die nicht nur durch ihre prunkvollen Bauten bestach. Auch große Parkanlagen mit exquisiter Gartenkunst und weiten Sichtbeziehungen ließen die Stadt strahlen. Noch heute kann man anhand dieses wertvollen Erbes das prunkvolle Leben längst vergangener Könige erahnen.

Seit dem 12. Dezember 1990 gehören die Schlösser und Gärten von Potsdam und Berlin zum UNESCO-Welterbe.

Ein umfangreiches Ensemble aus Schlössern in Potsdam

Schlösser in Potsdam: Neues Palais

Blick durch die Collonaden auf das Neue Palais

17 eindrucksvolle Schlösser, Paläste und Prunkbauten schmücken das Bild der Stadt. Das mit Abstand größte Schloss ist das Neue Palais.
Mit seinen 200 Zimmern, vier Festsälen und einem Rokokotheater wurde das Neue Palais 1769 von Friedrich dem Großen als letztes Schloss in seiner Regierungszeit geplant und fertiggestellt. Ursprünglich als prunkvolles Gästehaus für Friedrichs II. Gäste gedacht, machte es Kaiser Wilhelm II. 1888-1918 zu seiner Sommerresidenz.
Es befindet sich neben dem

Sans, souci. Ohne Sorge.

Schloss Sanssouci

Zu den bekanntesten und beliebtesten Reisezielen in Potsdam zählt das Schloss Sanssouci.
Es war das Lieblingsschloss von Friedrich II. und noch heute befinden sich die sterblichen Überreste des “Alten Fritz”, wie man Friedrich II. im Volksmund nannte, in der Gruft auf der obersten Weinbergterrasse.
Bei vielen gilt das Schloss Sanssouci als das preußische Versailles. Kein anderes Schloss ist so eng mit der Persönlichkeit des Preußenkönigs, Friedrich dem Großen, verbunden wie sein sommerliches Lustschluss.

Im Jahre 1747 ließ er das Schloss, das er “Sans, Souci.” – zu Deutsch “Ohne, Sorge.” nannte, nach seinen eigenen Skizzen anfertigen. Heute kann man die Original-Raumausstattung, sowie die Verzierungen und Bemalungen in den Räumen des Schlosses mit eigenen Augen sehen.

Mit seinen zwölf Zimmern zählt es verhältnismäßig zwar eher zu den kleineren Schlössern, jedoch ist Schloss Sanssouci sehr kostbar und liebevoll ausgestattet. Es lohnt sich, diese Pracht einmal selbst zu erleben. Schnell kann man so in die Welt des “Alten Fritz” eintauchen.

Park und Schloss Babelsberg

Schloss BabelsbergZu der eindrucksvollen und weitläufigen Kulturlandschaft Potsdams gehören auch der Park und das Schloss Babelsberg. Von hier aus eröffnen sich spannende Blickbeziehungen auf den Schlosspark Glienicke und die Glienicker Brücke.

Auch hier waren Peter Joseph Lenné und Karl Friedrich Schinkel am Werk. Sie haben neben weiteren Architekten und Gartenkünstlern das Ensemble maßgeblich mitgestaltet. Kaiser Wilhelm I. und seine Familie verbrachten ab 1871 über 50 Jahre lang ihre Sommer in dem majestätischen Schloss am Tiefen See.
Nach Ende des Zweiten Weltkrieges und der sich anschließenden Besetzung Deutschlands durch die Alliierten kam der Park Babelsberg in die Hoheit der Sowjetischen Militäradministration in Deutschland. Größere Flächen des Parks am Ufer der Havel wurden ab 1945 als Strandbad genutzt. In den 1950er Jahren entstand auf der Fläche das Bezirkszentrum für maritime Ausbildung „Karl Liebknecht“ und am östlichen Ende des Parks ein Studentenwohnheim-Komplex. Zwei neue Gebäude direkt hinter dem Schloss dienten der Akademie für Staats- und Rechtswissenschaften der DDR und führten dazu, dass diese Bereiche für Parkbesucher unzugänglich wurden. Mit dem Bau der Berliner Mauer im Jahr 1961 und der umfangreichen Grenzsicherung wurde der Glienicker See und der Teltowkanal vom Park abgetrennt und der Uferweg konnte nicht mehr öffentlich betreten werden. Seit dem Mauerfall ist der Park wieder komplett zugänglich. Das Gelände ging in die Verwaltung der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg (SPSG) über, die den Park nach den ursprünglichen Plänen von Pückler und Lenné schrittweise rekonstruiert.
Der Park ist ganzjährig jeden Tag von 8 Uhr bis Einbruch der Dunkelheit geöffnet.
Weitere Sehenswürdigkeiten im Park Babelsberg sind:

  • Flatowturm im Park Babelsberg
  • Café Kleines Schloss
  • Matrosenhaus
  • Gerichtslaube im Park Babelsberg

Der Neue Garten

Neuer Garten im WinterTeil des UNESCO-Welterbes ist auch der zwischen Innenstadt, Heiligen See und Jungfernsee gelegene Neue Garten am Fuße des Pfingstberges.
In dem Park lässt sich eine Vielzahl an architektonischen Schmuckstücken bestaunen:

  • das Marmorpalais,
  • die Orangerie,
  • das Holländische Etablissement,
  • die Gotische Bibliothek und natürlich
  • das Schloss Cecilienhof.

Der als offene Parklandschaft angelegte Garten ist in seiner von Peter Joseph Lenné angelegten Grundstruktur erhalten. Er besticht vor allem durch seine Weitläufigkeit und die gestalterische Verbindung zu den Gärten von Sacrow, Pfaueninsel, Glienicke und Babelsberg.
Das Schloss Cecilienhof als ein wichtiger Schauplatz der Weltgeschichte sollte bei einem Potsdam-Besuch nicht fehlen.
Der Park ist täglich von 8 Uhr bis Einbruch der Dunkelheit geöffnet.

Schloss und Park Sacrow

Gegenüber von Schloss und Park Glienicke und dem Neuen Garten liegt auf der anderen Havelseite der 26,3 ha große Sacrower Garten. Das Gelände schließt den Kranz der Gartenanlagen um den Potsdamer…

Schloss Sanssouci

Wenn Sie den Park von Osten betreten, können Sie Potsdams berühmtestes Schloss kaum verpassen. Majestätisch thront es auf seinen berühmten Weinbergterrassen am Ende einer langen, eleganten…