Die Magie der Havelwelle spürt man am besten, wenn man sich von ihr mitnehmen lässt. Die weite Havel und ihre Seen bilden eine einzigartige Wasserlandschaft und zugleich das europaweit größte zusammenhängende Binnenwassersportrevier. Sie bietet schier unendliche Möglichkeiten, die Insel Potsdam und ihre Umgebung vom Wasser aus zu entdecken: ob für ein paar Stündchen auf dem Kanu, mit dem eigenen Boot oder auch bei einer gemütlichen Dampferfahrt.
Potsdam –
eine Insel
Die Havelseen genießen
Quadratkilometer Gewässer - das sind 2.864 Fußballfelder!
Kilometer Potsdamer Havel - ein besonders schöner Abschnitt. Denn hier windet sich der Fluss wie ein blaues Band um die Stadt.
Kilometer lang ist die vierte Etappe des Havel-Radweges von Potsdam nach Brandenburg an der Havel.
Supermarkt. Mit dem Boot anlegen, einkaufen und weiterschippern. Am Tiefen See bietet ein Supermarkt Bootsfahrern optimale Einkaufsmöglichkeiten.
Respektvoll
unterwegs
Potsdams Wasserwege sind nicht nur schön, sie sind auch wertvoll. Sie führen vorbei am UNESCO-Welterbe durch Naturparadiese – und mitten hinein in Lebensräume von Vögeln, Fischen und Pflanzen. Wer hier paddelt, schippert oder segelt, ist Gast in einer sensiblen Umgebung. Mit ein paar einfachen Grundsätzen kannst du dazu beitragen, dass das so bleibt. Kein erhobener Zeigefinger, sondern ein freundlicher Paddelschlag in die richtige Richtung. Für Rücksicht, Respekt und ruhige Momente auf dem Wasser.
Lass nichts zurück, was nicht schon vorher da war: kein Müll, keine Zigaretten, keine Essensreste. Auch Dinge, die scheinbar „verrotten“, belasten die Natur – und Tiere verwechseln sie mit Nahrung.
- Zigarettenkippen verschmutzen bis zu 40 Liter Grundwasser.
- Chemietoiletten, Altöl & Co. gehören in die Sammelstellen der Häfen – niemals ins Wasser!
- Nutze die Sanitäranlagen an Land – und schalte beim Liegen den Motor aus.
Tipp: Müllbeutel einpacken – das schont Natur und Tasche. Noch besser: verpackungsarm starten!
Wasserpflanzen, Schilfgürtel und Uferzonen sind Kinderstuben, Rastplätze und Lebensräume vieler Tierarten. Wer hineinfährt, stört oder zerstört.
- Meide Schilfgürtel, Röhrichte, seichte Wasserzonen und Sand- oder Kiesbänke.
- Beobachte Tiere aus der Ferne – das schützt sie und du siehst oft mehr.
Tipp: Gutes Paddeln will gelernt sein – wer seine Technik beherrscht, bleibt souverän auf Kurs und fern vom Ufer.
Steig nur dort aus, wo es ausdrücklich erlaubt ist: an öffentlichen Stegen, ausgewiesenen Ein- und Ausstiegsstellen oder Rastplätzen.
- Ufer sind keine Abenteuerspielplätze, sondern sensible Lebensräume.
- Ankern ist erlaubt – solange der Schiffsverkehr nicht gestört wird.
Tipp: Biwak- und Rastplätze findest du z. B. auf dieser Übersichtskarte.
Wellen machen Spaß – aber auch viel kaputt. Besonders die Ufervegetation leidet unter Wellenschlag.
- Fahrt langsam und gleichmäßig – vor allem in engen Bereichen oder bei hohem Verkehrsaufkommen.
- Keine Rennen, kein Schrubben – genießt lieber die Stille.
Tipp: Nutze ruhige, gleichmäßige Paddelzüge und halte Abstand zu anderen Booten – das spart Kraft und bewahrt die Natur.
Paddeln ist Naturerlebnis – keine Festivalbühne. Und viele Tiere haben empfindliche Ohren.
- Vermeide laute Musik, Rufe und Gruppenlärm.
- Besonders in der Morgen- und Abenddämmerung gilt: Ruhe bewahren.
Tipp: Wenn du nur noch das Plätschern hörst, machst du alles richtig.
Abstand bewahren schützt Mensch, Tier und Pflanzen:
- Zu dicht am Ufer? Lieber zurückrudern.
- 30–50 m Abstand zu dicht bewachsenen Uferpartien, 100 m zu Vogelansammlungen sind ein guter Richtwert.
- In Naturschutzgebieten gelten besondere Regeln – paddeln ist dort oft eingeschränkt oder verboten.
Tipp: Frag bei deiner Bootsvermietung oder online nach aktuellen Infos zum Schutzgebietsstatus.
Auf dem Wasser gelten Regeln – auch für Paddelboote, denn sie zählen als Sportboote. Deshalb: Augen auf für die Schifffahrtszeichen!
- Manche Bereiche sind gesperrt, andere besonders sensibel.
- Die Wasserstraßenordnung ist keine trockene Theorie – sie sorgt für Sicherheit.
Tipp: Hol dir eine kurze Einweisung bei der Bootsvermietung.
Unterwegs auf den
Havelgewässern
Dein Potsdam-Podcast
Was gibt es schöneres, als einen sonnig warmen Tag auf der Havel zu verbringen? In dieser Podcast-Episode geben Anne und Alexandra erfrischende Tipps, wie man das UNESCO-Welterbe mit dem Boot oder Kanu genießt. Da ist für jeden etwas dabei: eine entschleunigende Tour zum Petzinsee, wo man die herrliche Ruhe in der Abendsonne genießen kann und eine sportliche Entdeckertour durch die Stadt bis hin zur Glienicker Brücke. Pack die Badehose ein und ab aufs Wasser!
Abkühlen im Wasser
Potsdamer Sommerglück ist es, den Stadtspaziergang mit einer Abkühlung in einen der Havelseen zu krönen. Die Strandbäder der Stadt sind eingebettet in die malerische Kulisse der Park- und Schlösserlandschaft und von der Innenstadt gut mit dem Fahrrad zu erreichen. Aber auch zahlreiche Badestellen im Umland laden auf einer Radtour oder Wanderung zu einer Erfrischungspause im kühlen Nass ein.
Verweilen am Wasser
Möwen kreischen, die Havelbrise kitzelt in der Nase. Urlaub! Ob bei einem kühlen Getränk auf dem Restaurantschiff in der Schiffbauergasse, beim Spazieren entlang der „Kunst am Fluss“ oder auf der Fahrradtour ins Grüne – die Havel und ihre Seen begleiten auf der Auszeit in Potsdam. Sie laden dazu ein, sich an ihren Ufern niederzulassen und inne zu halten.
Immer eine offene Tür
Unterkünfte in Potsdam
