Lesung und Gespräch mit Carsten Gansel „Ausradiert? Wie die Literatur der DDR verschwand“
Carsten Gansel liest aus seinem Buch „Ausradiert? Wie die Literatur der DDR verschwand“. Moderation: Thomas Böhm
**Warum so viele ostdeutsche Schriftsteller aus dem kollektiven Gedächtnis verschwunden sind**
Als die DDR unterging, kam es fast über Nacht zur Demontage der gesamten ostdeutschen Literatur. Millionen Bücher wurden vernichtet, Verlage und Betriebe für wenige D-Mark veräußert, Bibliotheken geschlossen. Die Bewertung des schriftstellerischen Schaffens erfolgte nicht nach ästhetischen Maßstäben, sondern nach ideologischen. Autorinnen und Autoren wurden pauschal als »staatsnah« oder »-fern« eingeteilt und aus dem kollektiven Gedächtnis verbannt. Das hatte traumatische Folgen, nicht nur für die Diffamierten.
Carsten Gansel zeigt exemplarisch, warum der Westen im Osten bis heute als dominant und übergriffig empfunden wird. Er wirbt für einen anderen Blick auf die DDR-Literatur und die Ostdeutschen, inklusive einer Rehabilitierung.
Von Christa und Gerhard Wolf bis Uwe Johnson, von Werner Bräunig bis Gerti Tetzner, von Brigitte Reimann bis Fritz Rudolf Fries, von Irmtraud Morgner bis Ulrich Plenzdorf, von Volker Braun bis Jenny Erpenbeck.
**Carsten Gansel** , geb. 1955 in Güstrow, war seit 1995 über Jahrzehnte hinweg der einzige Ostdeutsche auf einer Professur für Deutsche Literatur an einer westdeutschen Universität. Er lehrt an der Justus-Liebig-Universität Gießen, ist Mitglied des PEN-Zentrums Deutschland, Vorsitzender der Jury zur Verleihung des Uwe-Johnson-Literaturpreises sowie Vorsitzender der Christa-Wolf-Gesellschaft. Zuletzt erschienen u. a. seine Brigitte-Reimann-Biographie _Ich bin so gierig nach Leben_ und die Neuedition von Theodor Plieviers Roman _Stalingrad_.
**Warum so viele ostdeutsche Schriftsteller aus dem kollektiven Gedächtnis verschwunden sind**
Als die DDR unterging, kam es fast über Nacht zur Demontage der gesamten ostdeutschen Literatur. Millionen Bücher wurden vernichtet, Verlage und Betriebe für wenige D-Mark veräußert, Bibliotheken geschlossen. Die Bewertung des schriftstellerischen Schaffens erfolgte nicht nach ästhetischen Maßstäben, sondern nach ideologischen. Autorinnen und Autoren wurden pauschal als »staatsnah« oder »-fern« eingeteilt und aus dem kollektiven Gedächtnis verbannt. Das hatte traumatische Folgen, nicht nur für die Diffamierten.
Carsten Gansel zeigt exemplarisch, warum der Westen im Osten bis heute als dominant und übergriffig empfunden wird. Er wirbt für einen anderen Blick auf die DDR-Literatur und die Ostdeutschen, inklusive einer Rehabilitierung.
Von Christa und Gerhard Wolf bis Uwe Johnson, von Werner Bräunig bis Gerti Tetzner, von Brigitte Reimann bis Fritz Rudolf Fries, von Irmtraud Morgner bis Ulrich Plenzdorf, von Volker Braun bis Jenny Erpenbeck.
**Carsten Gansel** , geb. 1955 in Güstrow, war seit 1995 über Jahrzehnte hinweg der einzige Ostdeutsche auf einer Professur für Deutsche Literatur an einer westdeutschen Universität. Er lehrt an der Justus-Liebig-Universität Gießen, ist Mitglied des PEN-Zentrums Deutschland, Vorsitzender der Jury zur Verleihung des Uwe-Johnson-Literaturpreises sowie Vorsitzender der Christa-Wolf-Gesellschaft. Zuletzt erschienen u. a. seine Brigitte-Reimann-Biographie _Ich bin so gierig nach Leben_ und die Neuedition von Theodor Plieviers Roman _Stalingrad_.
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Gut zu wissen
Preisinformationen
kostenfrei: nein Erwachsene: 10 € Ermäßigt: 8 € Beschreibung: Empfänger von ALG, Studierende, Azubis, SchülerInnen und Schwerbeschädigte Nur Barzahlung möglich.
Ansprechpartner:in
Stadt- und Landesbibliothek Potsdam
Am Kanal 47
14467 Potsdam
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