Unter dem Motto „Saitenweise: Literatur und Musik im Duett“ lädt die SLB zusammen mit der KAP zwei Mal pro Saison zum Entspannen bei Musik und Literatur zum Ausklang des Tages ein.
Dieses Mal liest die Schauspielerin vom Ensemble des Hans Otto Theaters „Gegen Wind“ von Gerti Tetzner.
Zum Buch:
Anfang der 1980er Jahre verhinderte die Stasi die Veröffentlichung: Der Druck wurde gestoppt, das Buch verboten. Jetzt erscheint Gerti Tetzners von einer realen Geschichte inspirierter Roman zum ersten Mal.
Kristina glaubt an das, was noch wachsen kann. Als Leiterin eines Kindergartens findet sie Wege, starre Vorgaben zu umgehen. Und so entsteht vor ihrem Kinderhaus ein grüner Garten, dem Schotterboden des Neubauviertels abgerungen – eine Oase, frei von Kontrolle. Doch als ein Sündenbock gesucht wird, richtet sich das bislang unsichtbare Räderwerk der Macht gegen ihre Welt.
»Eine Lücke in der Literaturgeschichte wird geschlossen.« Volker Weidermann, Die Zeit
»Gerti Tetzners Blick auf die DDR hat gefehlt.« Krischa Hasselbach, Inhaberin der »Buch Disko«
Zu der Autorin:
Gerti Tetzner wurde 1936 in Thüringen geboren und studierte Rechtswissenschaften. Als sie nach ihren Anfangsjahren im Notariat Richterin werden sollte und über Republikflüchtige hätte urteilen müssen, fand sie einen Weg, den Dienst zu quittieren. Sie studierte am Leipziger Literaturinstitut, knüpfte Kontakte zu literarischen Kreisen und tauschte sich mit Christa Wolf über ihr Romanvorhaben aus. Ihr Debüt »Karen W.« (1974) war ein großer Erfolg bei Presse und Publikum und wurde in zahlreiche Sprachen übersetzt. Nachdem ihr zweiter Roman aufgrund der DDR-Zensur abgelehnt worden war und daraufhin im Westen erscheinen sollte, bekam sie Besuch von der Stasi. Sie musste das Vorhaben aufgeben und schrieb mehrere erfolgreiche Kinderbücher, bevor sie ganz mit dem Schreiben aufhörte. 2025 wurde ihr Roman »Karen W.« wiederentdeckt und neu gefeiert. Heute lebt sie in Berlin und hat vor Kurzem wieder mit dem Schreiben angefangen.
Zu der Schauspielerin:
Janine Kreß studierte von 1990 bis 1994 Schauspiel an der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ in Leipzig, davon zwei Jahre im Schauspielstudio in Chemnitz. Nach ersten Engagements arbeitete sie von Berlin aus als freischaffende Künstlerin. Während dieser Zeit stand sie u. a. an der Dampfzentrale Bern, an der INSELbühne Leipzig, am Theater unterm Dach, am Schauspiel Magdeburg und am Staatsschauspiel Nürnberg auf der Bühne. Von 2010 bis 2013 gehörte Janine Kreß unter der Intendanz von Sebastian Hartmann zum Ensemble des Centraltheaters Leipzig. Seitdem ist sie wieder freischaffend, u. a. am Schauspiel Stuttgart, Schauspiel Dortmund, Oldenburgisches Staatstheater, Theater Rampe Stuttgart, Theater Lübeck, Ballhaus Ost in Berlin und an der Volksbühne Berlin. Darüber hinaus ist Janine Kreß als Sprecherin für Hörspiel, Film und Funk tätig und hatte Lehraufträge an der Hochschule für Musik und Theater Leipzig. Beim Treffen deutschsprachiger Schauspielschulen wurde sie 1993 in Wien mit dem Max Reinhardt Preis für Szene und Ensemble ausgezeichnet. Mit Sebastian Hartmanns Inszenierung von „Krieg und Frieden“ am Centraltheater Leipzig war sie zum Berliner Theatertreffen 2013 eingeladen. Seit der Spielzeit 2020/21 gehört Janine Kreß zum Ensemble des Hans Otto Theaters. Dort spielt sie aktuell unter anderem die Rolle der älteren Kriemhild in "Die Nibelungen" nach Friedrich Hebbel.
Weitere Informationen:
Preisinformationen
- Erwachsene: 12 € Ermäßigt: 10 € Zahlung ausschließlich in bar möglich.
Ansprechpartner:in
Stadt- und Landesbibliothek Potsdam
Am Kanal 4714467 Potsdam








