Stick-Workshop „LYRIK-PFLEGE: DIE RÜCKSEITE DER ERINNERUNG“
Die Diktatur schreibt sich in Körper und Biografien ein. Doch ihre Spuren lassen sich nicht unmittelbar aus den Körpern herauslesen.
Am 17. November 2026 widmet sich der Stickworkshop „LYRIK-PFLEGE: DIE RÜCKSEITE DER ERINNERUNG“ mit Marie Kublik und Frida Teller ausgewählten Versen der Schriftstellerin Jutta Petzold.
Dabei durchdringt die Nadel das Gewebe historischer Stoffe und hinterlässt eine dauerhafte Spur – wird zur ambivalenten Praxis zwischen Verletzung und Fürsorge. Während auf der Vorderseite lesbare Schrift entsteht, bilden Fadenwege, Knoten und Vernähungen auf der Rückseite eine zweite Ordnung. Hier eröffnet sich ein Resonanzraum zur Glitch Art: Sichtbar werden die gewöhnlich verborgenen Bedingungen der Herstellung. Die Rückseite dokumentiert nicht Petzolds historische Verletzungen, sondern unsere heutige Annäherung an ihr Werk. Bewahrung bedeutet hier nicht Heilung, sondern die Anerkennung dessen, was sich vollständiger Rekonstruktion und Lesbarkeit entzieht.
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Gesellschaft für zeitgenössische Konzepte e.V.
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