Grit Lemke: KINDER VON HOY
In den sechziger und siebziger Jahren waren sie mit ihren Eltern nach Hoyerswerda gekommen, in eine DDR-Musterstadt, in der morgens die Eltern in Schichtbussen davonrollten und die Kinder in einem Kollektiv aufwuchsen.
In ihrem dokumentarischen Roman gibt Grit Lemke einer Generation Gehör, für die Traum und Trauma dicht beieinanderlagen. Sie versammelt Gespräche mit Freunden und Familie und erzählt von ihrem eigenen Leben als Teil einer proletarischen Boheme um Gerhard Gundermann, die sich nachts im Kellerclub trifft und tagsüber malocht. Als nach 1990 Neonazis das erste Pogrom der Nachkriegszeit verüben, bleibt die Kulturszene tatenlos. Danach ist nichts mehr, wie es war …
Grit Lemke, 1965 in Spremberg geboren, aufgewachsen in Hoyerswerda. Nach einer Baufacharbeiterlehre studierte sie Kulturwissenschaft, Ethnologie und Literatur in Leipzig, 1999 Promotion an der Humboldt-Universität Berlin. Sie arbeitet als Dokumentarfilmregisseurin und Autorin.
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